Wir haben viele Sprachen, wir haben Gesang und Musik,
wir haben die Klänge und Geräusche unserer Zeit und historische Aufnahmen.
Musikalische Arbeit und Vokalperformance sind oft zuerst ein Gespräch mit der Stille -
und ein Umgang mit Collagen, dem Ineinander von Texten und Kontexten,
innerem Hören und einer Stimmgebung für die unhörbaren Bewegungen
und Gedanken, die zwischen den Ereignissen der Zeit hin und herreisen –
die Gedanken sind frei.

PROJEKTE

Hintergrund Intro

VOKALIMPROVISATIONPERFORMANCE & KOMPOSITIONKONZERTANTE LESUNGENBÜHNENMUSIKWHITE CANVASNEUES ALBUM 2017STIMME.STILLE - EINE STIMMWERKSTATTWORKSHOPS UND LEKTORENSCHULUNGENHEILPRAXIS

VOKALIMPROVISATION

Hintergrund Vokalimprovisation

L´homme ne peut découvrir de nouveaux oceans
tant qu´il n´a pas le courage de perdre de vue la côte.
André Gide

Vokalimprovisation erlebe ich als die unmittelbarste Form von Gesang in Resonanz mit Raum und Publikum, Thematik und Situation. Im gegenwärtigen Moment entstehende Performances, sowohl akustische Konzertsituationen, als auch verstärkt und verdichtet mit live elektronischen Elementen, Loops, Soundscapes und Texten. Es singt.

WELTENGEDÄCHTNIS – live in der Klosterkirche Lorch

PERFORMANCE & KOMPOSITION

Hintergrund Performance & Komposition

This will be our reply to violence:
to make music more intensely, more beautifully, more devotedly than ever before.
Leonard Bernstein

WPPP - WORLD PRAYERS PERFORMANCE PROJECT
Konzert-Performance mit zwölf geistlichen Texten in zwölf Sprachen von Kulturen aus Zeiten und Welten

Die Verwebung und klingende Gleichzeitigkeit geistlicher Texte aus Weltreligionen und Kulturen symbolisiert eine Handreichung der Religionen und spirituellen Traditionen durch die Zeitalter. Ihre harmonische Begegnung in der universellen Sprache des Klanges thematisiert eine Auflösung ideologischer Abgrenzungen hin zu einer Geste des Weltfrie­dens.
Die Verbindung der textlichen Ausdrucksformen der Kulturen spiegelt sich in der Begegnung verschiedener Klangwelten: klassischer Stimmgebung, archaischen Klängen und Elementen der Weltmusik und Avantgarde, verschiedenen ethnischen Instrumenten zur Begleitung der Singstimme und live-elektronischen Elementen durch Loops und Soundscapes mit instrumentalen Stimmen.
Als Projekt kann es sowohl als Konzert für eine Stimme aufgeführt werden, als auch in Gestalt eines Workshops in Zusammenarbeit mit anderen Musikern und Stimmen.

UA Hospitalkirche Stuttgart 2010 unter Mitwirkung von Rolf Beydemüller, Gitarren / Alexander Lauterwasser, Live-Wasserklang-Projektionen

 

PERFORMANCES FÜR STIMME UND VISUELLE ELEMENTE
Kompositionen mit szenischen Akzenten für Stimme und live electronics, u.a.:

  • KLANGGLYPHEN – VOICE IN PRISMA
    für Stimme, Klangcollage und wehende Bänder / UA Lahore, Pakistan 2000
  • TO BE WAS BEEN – GESÄNGE ZWISCHEN DEN TOREN
    für Stimme, Tam-Tam und Klangcollage – eine Performance mit Texten aus dem Tibetischen Buch vom Leben und vom Sterben / UA Münsterplatz Bonn 1999
  • BAUM STIMMEN
    für eine Buche, eine Sängerin und einen Goldschmied / UA Siegburg 1999
  • DAZU DER MOND
    ein Gang auf einem Altar und singende Stimme / UA Köln 1999
  • RITUAL SIEBEN
    sieben Gesänge an sieben Abenden für Violine, Feuer und Stimme in einem Bunker / UA Hochbunker Köln Ehrenfeld 1996

KONZERTANTE LESUNGEN

Hintergrund Konzertante Lesungen

„Merke dir diese Geschichte“, pflegte Rabbi Bunam hinzuzufügen, „und nimm auf, was sie dir sagt:
daß es etwas gibt, was du nirgends in der Welt finden kannst, und daß es doch einen Ort gibt, wo du es finden kannst.“
Martin Buber, aus: Der Weg des Menschen nach der chassidischen Lehre

WORT UND STIMME – konzertante Lesungen zu Lyrik und versch. Themenschwerpunkten

 

DAS PSALMEN-PROJEKT – Vertonung hebräischer Texte aus dem alttestamentlichen Psalter für Stimme und live electronics
Vokalperformance-Dauer je nach Kontext

PSALM 133 – Vokalimprovisation von Rena Meyer Wiel

BÜHNENMUSIK

Hintergrund BÜhnenmusik

And those who were seen dancing were thought to be insane by those who could not hear the music.
Friedrich Nietzsche

SIDDHARTA SOUNDSCAPE / über die Bühnenmusik zur Inszenierung: In Musik liegt die Möglichkeit, sich von einem anderen Raum berühren zu lassen und die ineinander fließenden Stimmen eines klingenden Kosmos zu skizzieren - so werden in der Komposition zur Inszenierung „Siddharta“ die Stimmen der Vögel zugleich die Stimmen der Mönche, und der Gesang der menschlichen Stimme wird gleichsam zur Stimme des Flusses. Die Musik möchte nicht untermalen und kommentieren, sondern als unsichtbare Mitspielerin in einen lebendigen und wahrnehmenden Dialog mit den dargestellten Personen gehen. Sie wird darin zu unserem Berührt-Sein vom Wesen des Seins, und erscheint im Verlauf der Inszenierung immer mehr als ein hörbar und unhörbar präsentes Element, als Ahnung dessen, was das AUM oder OM bezeichnet.
Inszenierung von und mit Heike Bänsch und Andreas Kunze, Information und Booking: info(at)heikebaensch.de

 

BEYOND BORDERS, Komposition für ein Bühnenstück von Heike Bänsch und Bruno Tendera, uraufgeführt im Rahmen der Mediensommerakademie Bonn 2011 „Politischer Journalismus - wofür stehst du?“ BEYOND BORDERS ist eine Memorial-Performance und Hommage an die weltweit aus politischen Gründen ums Leben gekommenen Berichterstattenden. Laut Angaben von Reporter ohne Grenzen sind in den letzten zehn Jahren mind. 695 professionelle Journalist(inn)en im Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet worden.
Aufführungsdauer der Performance: ca. 20 min.

WHITE CANVAS

Hintergrund White Canvas

There are hundreds of ways to kneel down and kiss the ground.
Mevlana Dschelaladdin Rumi

WHITE CANVAS - das Ensemble-Projekt im Duo oder Quartett - eine Verbindung aus archaischen und modernen Klängen, Songs und Improvisationen

 

In diesem Ensemble klingen so viele Welten an, sowohl interkulturell als auch schon in der Zusammensetzung der individuell klingenden Musiker, dass es eigentlich kein typisches Klangbeispiel gibt, das alles zusammenfassen würde – auf der Homepage finden sich verschiedene Videos und Klänge aus den CD-Produktionen: www.white-canvas.de.

 

  • Video White Canvas Konzert im Theater im Ballsaal, Bonn
  • DUO: Rena Meyer Wiel_Stimme und life electronics und Rolf Beydemüller_Gitarren, soundscapes, loops and more
  • QUARTETT: Rena Meyer Wiel_Stimme, Rolf Beydemüller_Gitarren, Christoph Selbach_Piano, Christoph Schumacher_Percussion

NEUES ALBUM 2017

Hintergrund Neues Album 2017

Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar.
Ingeborg Bachmann

Im Moment arbeite ich an der Zusammenstellung von Stücken und Kompositionen, die als Collagen aus Feldaufnahmen, neuen Texten und Klängen aus bisherigen Vokalperformances entstehen, sowie mit Originaltönen von Joseph Beuys und natürlich Neuaufnahmen von Vokalmusik. Eine musikalische Reflektion über die Entwicklung unseres Bewußtseins in der Gegenwart, Variationen einer Antwort auf das Zeitgeschehen, auf eine rasende Zeit, und eine Art Solidarisierung mit Allem, was berührt und Mut macht, gegenüber den globalen Entwicklungen und Trends wachsam und präsent zu sein, in unserer Gethsemane-Welt - meinen Dank für Ihre fehlende Gleichgültigkeit!

 

Und noch ein Gedanke dazu aus der Werkstatt:

Wenn man hinhört,
hört man hin und wieder,
wovon wir versuchen zu sprechen.

Versuche zu singen
sind auch Versuche zu sagen,
was mich berührt,
unsagbar, überwältigend, uns alle betreffend.

Von jenseits des Verstehens
und mitten im Geschehen:
field recordings, Feldaufnahmen
geschehen und begegnen Ausgesprochenem.

Geräusch malt Raum
für das Zwischen
und Jenseits der Worte
und der Strukturen von Melodien.

Form ist Ausdruck,
formlos ist nicht ausdruckslos,
transportiert Flächen
für die Ankunft
von Resonanzen,
die uns betreffen
und die von uns brauchen,
dass wir bereit sind,
in Gestalt und ohne Formvorgabe
zu hören,
um uns zu erreichen
und neue Ansprache
in uns zu bewirken.

So ensteht ein ganzer Bogen Musik:
Der Bogen ist erst gelandet,
wenn alle Assoziationen
miteinander geklungen sind
und sich gefunden hat,
was zueinander gehört und sich fremd ist,
sich also braucht,
um mehr wahrzunehmen
von dem, was ist.

Februar 2017

STIMME.STILLE - EINE STIMMWERKSTATT

Hintergrund Stimme.Stille - Eine Stimmwerkstatt

Die Zeit der anderen Auslegung wird anbrechen,
und es wird kein Wort auf dem anderen sein.
Rainer Maria Rilke

STIMME.STILLE
monatliche Stimmwerkstatt in der Schlosskirche, Universität Bonn
von und mit Rena Meyer Wiel
als Veranstaltung der Akademie des Vereins zur Förderung der Predigtkunst e.V.
info(at)renameyerwiel.de

 

Jeweils an einem Montag von 18 s.t. - 20 Uhr
am 9. Januar, 13. Februar, 13. März, 3. April, 8. Mai, 12. Juni und 10. Juli 2017

 

Begegnungen mit Lyrik aus dem Psalter und von Dichter(inne)n verschiedener Jahrhunderte
– im Sprechen, Intonieren, Vokal-Improvisieren und Hören – im Wahrnehmen von Text und Raum, Sprache und Klang, Stimme und Mensch.

WORKSHOPS UND LEKTORENSCHULUNGEN

Hintergrund Workshops und Lektorenschulungen

Rabbi Pinchas sprach: „Wenn ein Mensch singt und kann die Stimme nicht erheben, und es kommt ein andrer mit ihm singen und erhebt die Stimme, dann kann auch er die Stimme erheben. Das ist das Geheimnis des Haftens von Geist an Geist.“
Martin Buber, aus: Die Erzählungen der Chassidim

Workshops für Vokalimprovisation und Lektorenschulungen sind didaktische Formate für eine ganzheitliche Stimm- und Textarbeit, bei der es auch um Körper- und Raumwahrnehmung geht. Die Workshops handeln von Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung mit den Möglichkeiten der Stimmarbeit, vom Erfahren der „lauschenden Stimme“. Das Phänomen Stimme geht dabei über die Möglichkeit hinaus, einen innerlichen Ausdruck des Menschen zum Klingen zu bringen. Stimmgebung und Stimmfindung kann Sprechen und Gesang als eine formlose Form von Sprachfindung bedeuten. Sprachfindung für ein Erleben dessen, was wir hören, oder erst hören, indem wir es aussprechen oder singen. Singend sind wir nicht nur im Dialog mit dem Gegenüber und uns selbst, sondern auch mit dem klingenden und stillen Zusammenhang, dem wir gemeinsam angehören. Workshops für Vokalimprovisation haben entweder den Schwerpunkt auf Körper- und Heilarbeit, oder inhaltlich zu Kontexten von Literatur und als eine Antwort auf Themen des Zeitgeschehens.

HEILPRAXIS

Hintergrund Heilpraxis

Nicht müde werden,
sondern dem Wunder
leise
wie einem Vogel
die Hand hinhalten.
Hilde Domin

Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun - das Musik-Machen mit dem Musik-Sein? Sehr viel. Über das therapeutische Begleiten der Lebensmelodie von Menschen, wenn es dissonant wird oder eine Zäsur zu lange dauert, finden sich hier Informationen zum Praxisbereich meiner Arbeit - ein Begegnungsraum für Cranio-Sacral-Therapie, pränatale Körperpsychotherapie, S.E.L.F. waves Therapie, Stimme und Klang: www.earthmerged.com.