„Rena is not only a singer – she is an Artist of the Voice – transmitting her heart with the voice.“

Shinobu Kikucho, Mit-Sängerin beim Opern-Projekt „Bobble – Listen so we can really hear!“ von und mit Bobby McFerrin, 2009

„Freie Vokalkunst als eine persönliche Form, Zeitzeugin zu sein. (…) Es sind Gesänge, die direkt dem Weltengedächtnis zu entstammen scheinen. (…) Alles in dieser Musik ist gewachsen, ist von organischer Schönheit. Rena Meyer Wiel erschafft stimmlich begangene und begehbare Landschaften – voice-scapes.“

Rolf Beydemüller, 2006

„Vo­kal­kunst, die die ganze Pa­let­te aus­schöpft, von in­stru­men­ta­lem Ein­satz der Stim­me über Songs, bis zum Vor­trag deut­scher Texte, die ist in der im­pro­vi­sier­ten Musik immer noch ziem­lich sel­ten. Eine Meis­te­rin darin ist Rena Meyer Wiel. Sie kommt nicht vom Jazz, son­dern ur­sprüng­lich von der klas­si­schen Musik, der Neuen Musik und Per­for­mance-Kunst. In­ten­siv be­schäf­tig­te sie sich mit der Musik frem­der Kul­tu­ren. Heute sieht sie die Stim­me vor allem als In­stru­ment spi­ri­tu­el­ler Er­fah­rung. Musik so­zu­sa­gen als Er­schlie­ßung eines sa­kra­len Rau­mes. Das ist auf ganz un­prä­ten­tiö­se und un­mit­tel­bar pa­cken­de Weise auch das Pro­gramm ihres Duos mit dem Gi­tar­ris­ten und So­und­scape-Ge­stal­ter Rolf Bey­de­mül­ler. White Can­vas, also „weiße Lein­wand“, die­sen Namen haben sich Rena Meyer Wiel und Rolf Bey­de­mül­ler ge­ge­ben, in An­spie­lung auf die Of­fen­heit, Un­vor­ein­ge­nom­men­heit und viel­leicht auch Leere des Be­wusst­seins, die Vor­aus­set­zung für die Er­fah­rung von Fülle und In­spi­ra­ti­on sind.“

Odilo Claus­nit­zer, WDR 3 „Jazz­sze­ne NRW“, 18. März 2010

„Man hört es gleich, das sind Her­zens­klän­ge. See­len­re­gun­gen, die zu Musik ge­wor­den sind. (...) White Can­vas. Das sind Lieb­ha­ber der Klän­ge einer viel­d­i­men­sio­na­len Welt und von Me­lo­di­en ein­fa­cher Le­bens­wei­sen. Musik für Aben­teu­rer, für Su­chen­de, für Men­schen, die gerne ein­mal hin­ter die Dinge lau­schen, oder bes­ser ge­sagt dem Klang der Welt zu­hö­ren, ganz un­vor­ein­ge­nom­men, mit of­fe­nen Ohren. Nur so kann man ja das Un­er­mess­li­che, die­ses Mys­te­ri­um, das uns um­gibt und von dem wir ein Teil sind, auch wirk­lich er­fah­ren.“

Micha­el Sey­fert, Play­ground, Klas­sik­Ra­dio rbb , 12. März 2013

„Prä­di­kat wert­voll (...) ein gutes Bei­spiel, wie man viele Gen­res mit­ein­an­der kunst­voll ver­bin­den kann. u.a. Ele­men­te des Jazz, der Welt­mu­sik, der Elek­tro­nik und der Neuen Musik. Dass diese mit­ein­an­der bes­tens har­mo­nie­ren und dazu noch so etwas wie eine emo­tio­na­le Tiefe ent­wi­ckeln, ist das große Ver­dienst der vier Mu­si­ker. (...) viel­schich­tig an­ge­leg­tes Ge­samt­kunst­werk“

sound & image, Fe­bru­ar 2013: White Can­vas - Cha­riad

[more]

„Und so etwas pas­siert quasi in der Nach­bar­schaft: Die Band White Can­vas hat in Köln ein neues Album, „Cha­riad“, auf­ge­nom­men - und ein Stück große weite Mu­sik­welt im Rhein­land krei­iert. (...) Im Mit­tel­punkt steht die Stim­me von Rena Meyer Wiel, die über eine enor­me Band­brei­te ver­fügt. Mal klingt sie wie Meredith Monk, oder eine späte Kate Bush, mal wie Lau­rie An­der­son, scheint sich an klas­si­schen Sin­ger/Song­wri­te­rin­nen zu ori­en­tie­ren, um dann mit dem stimm­li­chen Drama in­ter­na­tio­na­ler Folk­lo­re-Di­ven oder auch Broad­way-Sän­ge­rin­nen auf­zu­war­ten. (...) Sanf­tes im­pro­vi­siert Wir­ken­des, ab­ge­dreh­te tat­säch­li­che Im­pro­vi­sa­tio­nen, klei­ne Folk-Mi­ni­a­tu­ren, die aus dem gro­ßen Kes­sel der bun­ten Welt­mu­sik schöp­fen. (...) Und das Re­sul­tat wirkt wie ein klei­nes Wun­der (...) Ein Hör­er­leb­nis - im wahrs­ten Sinne des Wor­tes.“

Axel Hill , Köl­ner Rund­schau - Köl­ner Kul­tur, Ja­nu­ar 2013: Drama auf dem Tep­pich ...

„Die Musik von White Can­vas ist mäch­tig, aber keine schwe­re Kost. Sper­rig und doch un­mit­tel­bar zu­gäng­lich. Be­seel­te im­pro­vi­sier­te Musik, die sich durch er­neu­tes Hören per­ma­nent ver­än­dert. Nicht um­sonst heißt ihre CD Hund­reds Of Ways.“

Franz X.A. Zip­pe­rer, Jazz­t­he­tik, März/April 2010: White Can­vas - ent­form­te Klän­ge ...

„There are hund­reds of ways to kneel down and kiss the ground – nach dem Ge­dicht des Sufi-Dich­ters Rumi ist das Album der Im­pro­vi­sa­ti­ons­sän­ge­rin Rena Meyer Wiel und des Mul­ti-In­stru­men­ta­lis­ten Rolf Bey­de­mül­ler be­nannt und be­zeich­net die viel­fäl­ti­gen Wege, die die bei­den ge­mein­sam in ihren Klan­grei­sen gehen. Der Band­na­me „White can­vas“ (die weiße Lein­wand) steht für die Leere, das Los­las­sen vom be­reits Exis­ten­ten, um in einer un­be­grenz­ten und of­fe­nen Be­geg­nung Neues zu er­schaf­fen. Aus Per­for­man­ces von Out­door-Auf­nah­men und Frag­men­ten von Kon­zert­mit­schnit­ten ver­wo­ben mit son­gähn­li­chen Stü­cken haben sie Ge­schich­ten ge­formt: „Er­zäh­lun­gen aus Tagen und Näch­ten an Ufern und Feu­ern, Ge­sän­ge von Berg und Wind, viel­zun­gi­ge Bot­schaf­ten von Men­schen und Wesen zwi­schen Him­mel, Erde und Meer“. Far­ben und Klän­ge einer viel­d­i­men­sio­na­len Welt und Erde, ohne Gren­zen und Stile, sehr ein­zig­ar­tig.“

Mane Steltzer, ME­LO­DI­VA, CD Tipp, März 2010

„Vö­gel­zwit­schern und eine hohe Stim­me sind zu hören. Und ein gleich blei­ben­der Sound. Dann schält sich noch eine Gi­tar­re lang­sam her­aus. „Hund­reds Of Ways“ des Duos White Can­vas be­ginnt sehr at­mo­sphä­risch, sehr lang­sam, sehr ruhig. Sän­ge­rin Rena Meyer Wiel und Gi­tar­rist und Sound­bast­ler Rolf Bey­de­mül­ler, die sich selbst ganz tref­fend als Frei­stil-Mu­si­ker be­zeich­nen, haben hier sech­zehn, zum Teil mi­ni­a­tu­ren­haf­te Sound­ge­schich­ten zu­sam­men­ge­stellt, Out­door-Auf­nah­men und Frag­men­te aus Kon­zert­mit­schnit­ten zu­sam­men­ge­bracht. Das Ganze klingt ver­träumt, ver­wun­schen, mal mehr nach Sound­ge­flecht als nach einem ech­ten Song, dann aber doch wie­der kon­kret und mit Song­struk­tur. Das Album ist eine an­ge­neh­me mu­si­ka­li­sche Reise durch Klän­ge und Stim­me, auch mal leicht ge­lo­opt, immer aber sehr stim­mungs­voll. In eine ein­zi­ge Schub­la­de passt diese Musik schwer­lich. Muss sie aber auch nicht.“

Chris­toph Giese, Jazz­t­hing, Fe­bru­ar/März 2010

„Hund­reds Of Ways“ – ein Album für Grenz­lau­scher mit Fai­ble für world­mu­si­ka­li­sche und vo­cal-jaz­zi­ge Aben­teu­er­trips. Ein di­rek­ter Ver­gleich fällt mir nicht ein, aber wem Dead Can Dance ohne die schick­sals­dräu­en­de Pose zu­sa­gen würde, wer bei Marie Boine das Nord­licht pul­sie­ren sieht, der Ero­tik Cas­san­dra Wil­sons Stim­me er­liegt und wer mit Bel Canto in Fan­ta­sie­wel­ten ab­taucht, der ist hier rich­tig!“

Nor­bert Neu­ge­bau­er, Rock­ti­mes, März 2010

Die Dame und die Herren machen eine Einordnung in die üblichen Schubladen nicht nur nicht leicht, sondern nahezu unmöglich. Gut so! (…) Diese Musik verlangt Ruhe sie zu hören. (…) Irgendwo im Niemandsland von Dead Can Dance (fliehende Klanglandschaften und flirrende Gesangspassagen), Laurie Anderson (Experimentierfreude, mediale Musikalität, Einsatz der Stimme) und Tori Amos (Frau, wenn auch andere Stimmlage, mit komplexen Songs und ebensolcher Klavierbegleitung) (...)

Stefan Leyendeckers über das Album „Chariad“, White Canvas Quartett

Das kann man genießen wie Schokolade.

Amelie, 6 Jahre – über das Stück „Deep in the heart of a rose“

PROJEKTE

Hintergrund Intro

INSTALLATION UND OBJEKTKUNSTVOKALIMPROVISATIONPERFORMANCE & KOMPOSITIONKONZERTANTE LESUNGENBÜHNENMUSIKWHITE CANVASCD ALL THAT MATTERSPRÄSENZ-PERFORMANCE UND FILM-KONZERT 2020WORKSHOPS UND LEKTORENSCHULUNGENHEILPRAXIS

INSTALLATION UND OBJEKTKUNST

Hintergrund INSTALLATION und OBJEKTKUNST

>>  12  AUSDRUCKSFORMEN  VON  MUSIK  <<

Installation mit alten Ziegelformen, Pendel-/Objekten und Fotos,
eine Vokal-Performance-Dokumentation 1995 - 2019 zu zwölf Themen:

I.  STILLE

„ABWESENDE GEIGE“, für Stimme, Geigenkörper und Stille; 1995
II.  BEWEGUNG

„PERPETUAL“ für Stimme, Bewegung und zerreißende Stoffbahnen; 1997
III.  PRISMA

„KLANGGLYPHEN – VOICE IN PRISMA“ für Stimme, Klangcollage und wehende Bänder; 2000
IV.  ZEIT
„TWENTY MILLION YEARS OR SO“, Installation für Stimme, Körper und Walwirbel;
 eine Performance von Eva Schmale / Rena Meyer Wiel; 1997
V.  TOD UND LEBEN

„TO BE WAS BEEN - GESÄNGE ZWISCHEN DEN TOREN“, für Stimme, Gong und Tonband;
eine Vokalperformance zu Texten aus dem Tibetanischen Buch des Lebens und des Todes; 1999
VI.  AUFERSTEHUNG

„ALL AROSE. vocals, lyrics and instrumental voices“; 2006
VII.  ZEITZEUGNIS

„ALL THAT MATTERS - songlines traveling contemporary sound art“; 2017
VIII.  GEMEINSCHAFT

„HUNDREDS OF WAYS“,
White Canvas Duo; 2010
und „CHARIAD“, White Canvas Quartett; 2013
IX.  SPRACHE

„BAUM STIMMEN“, Vokal-Performance für eine Buche, einen Vergolder und eine Sängerin; 1999
X.  GEBET
„GESÄNGE ÜBER DIE UFER DER ZEITEN“, Uraufführung der Konzert-Performance
 „World Prayers Performance Project“; 2010
XI.  INNEHALTEN

„WOFÜR HALTEN SIE INNE?“ Film-Konzert zur STILLE Präsenz-Performance Tour 2018; 2019
XII.  KLANG

„DER BAUM DANACH.“ Installation und Elegie Hiroshima 50;
zum 6. August 1945,
 Memorial-Performance mit Klaus Runze / Rena Meyer Wiel; 1995

 

Jeder Objektkasten skizziert ein Grundthema von Musik, Zeitgeschehen und Mensch-Sein, in insgesamt „12 Ausdrucksformen von Musik“.

Dokumentiert werden experimentelle Ensemble-Arbeit in den Bereichen Neue Musik, Cross-Over und Improvisation, Vokal-Performances und Komposition, interdisziplinäre Projekte, Street Art und CD-Produktionen.

_______________________________________

Die Installation "12 Ausdrucksformen von Musik" von Rena Meyer Wiel
ist ein Beitrag zur diesjährigen Ausstellung im Frauenmuseum Bonn,
im Rahmen des Gesamtprojektes BTHVN 2020 vom 02.02.2020 - 08.11.2020

Frauenmuseum Bonn_Flyer_Beethovenjahr 2020_Ausstellung und Konzertprogramm

VOKALIMPROVISATION

Hintergrund Vokalimprovisation

L´homme ne peut découvrir de nouveaux océans
tant qu´il n´a pas le courage de perdre de vue la côte.
André Gide

Wir haben viele Sprachen, wir haben Gesang und Musik, wir haben die Klänge und Geräusche unserer Zeit und historische Aufnahmen. Musikalische Arbeit und Vokalperformance sind oft zuerst ein Gespräch mit der Stille - und ein Umgang mit Collagen, dem Ineinander von Texten und Kontexten, innerem Hören und einer Stimmgebung für die unhörbaren Bewegungen und Gedanken, die zwischen den Ereignissen der Zeit hin und herreisen – die Gedanken sind frei.

Vokalimprovisation erlebe ich als die unmittelbarste Form von Gesang in Resonanz mit Raum und Publikum, Thematik und Situation. Im gegenwärtigen Moment entstehende Performances, sowohl akustische Konzertsituationen, als auch verstärkt und verdichtet mit live elektronischen Elementen, Loops, Soundscapes und Texten. Es singt.

WELTENGEDÄCHTNIS – live in der Klosterkirche Lorch

PERFORMANCE & KOMPOSITION

Hintergrund Performance & Komposition

This will be our reply to violence:
to make music more intensely, more beautifully, more devotedly than ever before.
Leonard Bernstein

IDA DEHMEL PERFORMANCE
Installation und Vokal-Performance zum 150. Geburtstag von Ida Dehmel,
Eröffnung des 2. Interdisziplinären Kunstfestivals der GEDOK Köln + Bonn

Installation: Marianne Pitzen
Video, Komposition und Gesang: Rena Meyer Wiel

Di, 14. Januar 2020 um 19 Uhr, Frauenmuseum, Im Krausfeld 10, 53111 Bonn

 

WPPP - WORLD PRAYERS PERFORMANCE PROJECT
Konzert-Performance mit zwölf geistlichen Texten in zwölf Sprachen

Die Verwebung und klingende Gleichzeitigkeit geistlicher Texte aus Weltreligionen und Kulturen symbolisiert eine Handreichung der Religionen und spirituellen Traditionen durch die Zeitalter. Ihre harmonische Begegnung in der universellen Sprache des Klanges thematisiert eine Auflösung ideologischer Abgrenzungen hin zu einer Geste des Weltfrie­dens.
Die Verbindung der textlichen Ausdrucksformen der Kulturen spiegelt sich in der Begegnung verschiedener Klangwelten: klassischer Stimmgebung, archaischen Klängen und Elementen der Weltmusik und Avantgarde, verschiedenen ethnischen Instrumenten zur Begleitung der Singstimme und live-elektronischen Elementen durch Loops und Soundscapes mit instrumentalen Stimmen.
Als Projekt kann es sowohl als Konzert für eine Stimme aufgeführt werden, als auch in Gestalt eines Workshops in Zusammenarbeit mit anderen Musikern und Stimmen.

UA Hospitalkirche Stuttgart 2010 unter Mitwirkung von Rolf Beydemüller, Gitarren / Alexander Lauterwasser, Live-Wasserklang-Projektionen

 

PERFORMANCES FÜR STIMME UND VISUELLE ELEMENTE
Kompositionen mit szenischen Akzenten für Stimme und live electronics, u.a.:

  • KLANGGLYPHEN – VOICE IN PRISMA
    für Stimme, Klangcollage und wehende Bänder / UA Lahore, Pakistan 2000
  • TO BE WAS BEEN – GESÄNGE ZWISCHEN DEN TOREN
    für Stimme, Tam-Tam und Klangcollage – eine Performance mit Texten aus dem Tibetischen Buch vom Leben und vom Sterben / UA Münsterplatz Bonn 1999
  • BAUM STIMMEN
    für eine Buche, eine Sängerin und einen Goldschmied / UA Siegburg 1999
  • DAZU DER MOND
    ein Gang auf einem Altar und singende Stimme / UA Köln 1999
  • RITUAL SIEBEN
    sieben Gesänge an sieben Abenden für Violine, Feuer und Stimme in einem Bunker / UA Hochbunker Köln Ehrenfeld 1996

KONZERTANTE LESUNGEN

Hintergrund Konzertante Lesungen

„Merke dir diese Geschichte“, pflegte Rabbi Bunam hinzuzufügen, „und nimm auf, was sie dir sagt:
daß es etwas gibt, was du nirgends in der Welt finden kannst, und daß es doch einen Ort gibt, wo du es finden kannst.“
Martin Buber, aus: Der Weg des Menschen nach der chassidischen Lehre

 

HIMMELSBOTEN - konzertante Lesung mit alttestamentlichen Texten in hebräischer und deutscher Sprache
und ein musikalisch gestalteter Gedankengang zu den überlieferten Vorstellungswelten von Engeln in Judentum und Christentum;
in Zusammenarbeit mit Heike Bänsch.
Nächste Aufführung: CulturKirche Oberberg, 27.9.2019, 19 Uhr

WORT UND STIMME – konzertante Lesungen zu Lyrik und versch. Themenschwerpunkten

 

DAS PSALMEN-PROJEKT – Vertonung hebräischer Texte aus dem alttestamentlichen Psalter für Stimme und live electronics
Vokalperformance-Dauer je nach Kontext

PSALM 133 – Vokalimprovisation von Rena Meyer Wiel

BÜHNENMUSIK

Hintergrund BÜhnenmusik

And those who were seen dancing were thought to be insane by those who could not hear the music.
Friedrich Nietzsche

SIDDHARTA SOUNDSCAPE / über die Bühnenmusik zur Inszenierung: In Musik liegt die Möglichkeit, sich von einem anderen Raum berühren zu lassen und die ineinander fließenden Stimmen eines klingenden Kosmos zu skizzieren - so werden in der Komposition zur Inszenierung „Siddharta“ die Stimmen der Vögel zugleich die Stimmen der Mönche, und der Gesang der menschlichen Stimme wird gleichsam zur Stimme des Flusses. Die Musik möchte nicht untermalen und kommentieren, sondern als unsichtbare Mitspielerin in einen lebendigen und wahrnehmenden Dialog mit den dargestellten Personen gehen. Sie wird darin zu unserem Berührt-Sein vom Wesen des Seins, und erscheint im Verlauf der Inszenierung immer mehr als ein hörbar und unhörbar präsentes Element, als Ahnung dessen, was das AUM oder OM bezeichnet.
Inszenierung von und mit Heike Bänsch und Andreas Kunz, Information und Booking: info(at)heikebaensch.de

 

BEYOND BORDERS, Komposition für ein Bühnenstück von Heike Bänsch und Bruno Tendera, uraufgeführt im Rahmen der Mediensommerakademie Bonn 2011 „Politischer Journalismus - wofür stehst du?“ BEYOND BORDERS ist eine Memorial-Performance und Hommage an die weltweit aus politischen Gründen ums Leben gekommenen Berichterstattenden. Laut Angaben von Reporter ohne Grenzen sind in den letzten zehn Jahren mind. 695 professionelle Journalist(inn)en im Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet worden.
Aufführungsdauer der Performance: ca. 20 min.

WHITE CANVAS

Hintergrund White Canvas

There are hundreds of ways to kneel down and kiss the ground.
Mevlana Dschelaladdin Rumi

WHITE CANVAS - das Ensemble-Projekt im Duo oder Quartett - eine Verbindung aus archaischen und modernen Klängen, Songs und Improvisationen

 

In diesem Ensemble klingen viele Welten an, sowohl interkulturell als auch in der Zusammensetzung der individuell klingenden Musiker – auf der Homepage finden sich verschiedene Videos und Klänge aus den CD-Produktionen: www.white-canvas.de.

 

  • VIDEO White Canvas Konzert im Theater im Ballsaal, Bonn
  • DUO: Rena Meyer Wiel_Stimme und life electronics / Rolf Beydemüller_Gitarren, soundscapes, loops and more
  • QUARTETT: Rena Meyer Wiel_Stimme / Rolf Beydemüller_Gitarren / Christoph Selbach_Piano / Christoph Schumacher_Percussion

CD ALL THAT MATTERS

Hintergrund CD All That Matters

Neues schaffen heißt Widerstand leisten.
Widerstand leisten heißt Neues schaffen.
Stéphane Hessel

 

ALL THAT MATTERS
songlines traveling contemporary sound art*

newhearlandrecords / Die Vokal- und Performancekünstlerin Rena Meyer Wiel legt mit der CD-Produktion „ALL THAT MATTERS“ ein beeindruckendes Zeitzeugnis ab. Ihre Klangkompositionen haben eine visionäre Kraft, die den Themen unserer ruhelos dahineilenden Gegenwart gewidmet ist.

Für die Menschen gehe ich überall hin. Ich habe keine Angst um mein Leben.“ Mit diesen Worten der amerikanisch-russischen Reporterin und Menschenrechtsaktivistin Anna Stepanowna Politkowskaja eröffnet Rena Meyer Wiel die Komposition „Beyond Borders 2016“. Die feinen Melismen der Gesangsstimme, unterstützt durch Gitarrenbordun und das indische Streichinstrument Sarangi, bilden den zeitlosen Kontrast zu den nüchtern verlesenen Namen der im Jahre 2016 während ihrer Berufsausübung getöteten Journalisten. In dem lyrischen Stück „Fire, Read My Book“ wird an die Bücherverbrennung im nationalsozialistischen Deutschland von 1933 erinnert. „Arctic Lament“ führt uns die bedrohte Welt des nicht mehr ewigen Eises vor Augen und Ohren, verstörende Klänge brechender Eisflächen und dunkel-sirenenhafte, windumwehte Chöre. Mitten darin die Vision eines Kindes „Vom Paradies“, berührend in ihrer Einfachheit und stillen Schönheit. Joseph Beuys´ Vortrag zum Thema „Da, wo der Mensch steht“ ist heute vielleicht aktueller denn je. Eingebettet in eine Collage aus Klängen aus der Pariser Metro, buddhistischen Mönchsgesängen und einer Live-Stimmperformance der Künstlerin selbst.

Mit „ALL THAT MATTERS“ gelingt Rena Meyer Wiel die poetische Verbindung von zeitgenössischen Klangformen, liedhafter Kunst, nachdenklichen Betrachtungen und dem Schauen und Lauschen auf unsere vielfach bedrohte Welt. Die Künstlerin lässt uns teilhaben an ihren verdichteten Klanggedanken zum Menschsein, und dem leidenschaftlichen Wunsch nach einer heilsamen und umfassenden Perspektive.

 

Tracklist:

  1. All That Matters (6:42)
  2. Fire, Read My Book (6:29)
  3. Da, wo der Mensch steht (6:59)
  4. Theologische Realenzyklopädie (0:58)
  5. Vom Paradies (2:08)
  6. Beyond Borders 2016 (7:04)
  7. Regen Regen (4:32)
  8. Falls sich die Dinge immer wiederholen (0:44)
  9. What Is Deeper – The Ocean Or Hope (7:09)
  10. Arctic Lament (7:37)
  11. Spiegel Epilog (3:40)

Total: 54:15

CD  12,- + Versandkosten

Über newhearland records, bei Rena Meyer Wiel
und seit September 2017 auch im Handel erhältlich.

 

PRÄSENZ-PERFORMANCE UND FILM-KONZERT 2020

Hintergrund PrÄsenz-Performance und Film-Konzert 2020

WOFÜR HALTEN SIE INNE?
Film-Konzert zur Dokumentation der Antworten im öffentlichen Raum

Die "STILLE" Präsenz-Performance Tour nach Spanien, Frankreich, England, Holland, Deutschland und in die Schweiz hat trotz großer Hitze im Sommer 2018 wie geplant stattgefunden. In 14 Stadträumen wurde die Frage WOFÜR HALTEN SIE INNE? skulptural und in Stille gestellt, durch das langsame Spiel mit einem Geigenbogen auf einer Rose. Die spontanen Antworten und Resonanzen der Passant/innen wurden an jedem Ort neu auf ausliegenden Papierbahnen gesammelt.

In einem 77 min. Doku-Film über die "STILLE" Performance Tour wurden Eindrücke vor Ort und das Kaleidoskop der Antworten portraitiert. Die Film-Aufführungen werden begleitet mit einer live Vokal-Performance.
Anlässlich der Film-Konzert-Premiere am 19.1.2019 wurden simultan auch die Papierbahnen ausgestellt, mit auf igs. über 40 Metern im öffentlichen Raum gesammelten Antworten auf die Frage der Performance: WOFÜR HALTEN SIE INNE?

nächster FILM-KONZERT Aufführungstermin:
26. September 2020, Frauenmuseum, Im Krausfeld 10, 53111 Bonn, 19 Uhr

Zum Konzept der STILLE Präsenz-Performance Tour:

Wofür halten Sie inne?
What is it the makes you pause and contemplate?
Qu´ est-ce qui vous fait marquer un temps d´ arrêt?
¿Qué es lo que te hace parar y reflexionar?
Waarvoor zou je still blijven staan?

Diese Frage stand im Zentrum einer Straßen-Performance durch verschiedene Städte Europas. Diese Frage ist eine Form von Antwort auf das Zeitgeschehen, und gleichzeitig eine Art Zeit-Studie. Die Frage begegnete Menschen, die an verschiedenen Orten und auf verschiedene Weisen leben; und sie begegneten ihrerseits der Frage und nahmen vielleicht darauf Bezug oder auch nicht, sprachen miteinander darüber oder nahmen sie womöglich nicht wahr - oder aber doch und nahmen sie vielleicht auch nur in Gedanken mit. Zuweilen schrieben sie aber auch ihre Antwort auf der Papierbahn auf der Erde auf. Überraschend oft. Und in über 20 Sprachen.

Die Frage wurde skulptural und performativ ausgesprochen, in Stille und ohne ein Wort zu sagen. Sie stand geschrieben auf der Papierbahn. Besonders bemerkenswert und berührend war dabei das alltägliche Ereignis der Kraft einer momentanen Begegnung, in der wir etwas ergreifen oder nicht. Mit der Präsenz-Performance STILLE sollte sich ein Raum durch die Stadträume bewegen, auf den Bezug genommen werden konnte oder nicht.

Die genauen Orte in den Städten und die Performance-Zeiten sind aus der Bewegung des Unterwegs-Seins spontan entstanden.

Präsenz-Performance STILLE von Mai bis Juli 2018 im städtischen Raum:

LOGROÑO  28.5. * Calle Portales, 17.00
PAMPLONA 3.6. * Plaza del Castillo, 17.00
PARIS 10.6. * Rue St Merri / Centre Georges Pompidou, 12.00
STUTTGART 18.6. * Königstrasse / Schlossplatz, 11.00
MÜNCHEN 19.6. * Marienplatz, 17.00
KONSTANZ 21.6. * Münsterplatz, 12.00
ZÜRICH 24.6. * Weinplatz / Rathausbrücke, 15.00
BERN 25.6. * Münstergasse / Mosesbrunnen, 17.00
BASEL 26.6. * Marktplatz, 15.00
FREIBURG 27.6. * Brunnen am Martinstor, 15.00
AMSTERDAM 3.7. * de Dam, 15.00
LONDON 10.7. * South Bank, The Queen´s Walk / Gabriel´s Wharf, 12.00
BERLIN 28.7. * Museumsinsel, 17.00
BONN 31.7. * Münsterplatz / Ecke Vivatsgasse, 17.00

WORKSHOPS UND LEKTORENSCHULUNGEN

Hintergrund Workshops und Lektorenschulungen

Rabbi Pinchas sprach: „Wenn ein Mensch singt und kann die Stimme nicht erheben, und es kommt ein andrer mit ihm singen und erhebt die Stimme, dann kann auch er die Stimme erheben. Das ist das Geheimnis des Haftens von Geist an Geist.“
Martin Buber, aus: Die Erzählungen der Chassidim

Workshops für Vokalimprovisation und Lektorenschulungen sind didaktische Formate für eine ganzheitliche Stimm- und Textarbeit, bei der es auch um Körper- und Raumwahrnehmung geht. Die Workshops handeln von Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung mit den Möglichkeiten der Stimmarbeit, vom Erfahren der „lauschenden Stimme“. Das Phänomen Stimme geht dabei über die Möglichkeit hinaus, einen innerlichen Ausdruck des Menschen zum Klingen zu bringen. Stimmgebung und Stimmfindung kann Sprechen und Gesang als eine formlose Form von Sprachfindung bedeuten. Sprachfindung für ein Erleben dessen, was wir hören, oder erst hören, indem wir es aussprechen oder singen. Singend sind wir nicht nur im Dialog mit dem Gegenüber und uns selbst, sondern auch mit dem klingenden und stillen Zusammenhang, dem wir gemeinsam angehören. Workshops für Vokalimprovisation haben entweder den Schwerpunkt auf Körper- und Heilarbeit, oder inhaltlich zu Kontexten von Literatur und als eine Antwort auf Themen des Zeitgeschehens.

HEILPRAXIS

Hintergrund Heilpraxis

Nicht müde werden,
sondern dem Wunder
leise
wie einem Vogel
die Hand hinhalten.
Hilde Domin

Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun - das Musik-Machen mit dem Musik-Sein? Sehr viel. Über das therapeutische Begleiten der Lebensmelodie von Menschen, wenn es dissonant wird oder eine Zäsur zu lange dauert, finden sich hier Informationen zum Praxisbereich meiner Arbeit - ein Begegnungsraum für Cranio-Sacral-Therapie, pränatale Körperpsychotherapie, S.E.L.F. waves Therapie, Stimme und Klang: www.earthmerged.com.